WIRBEL in der City – Kunstprojekt atlas. axis.

Sylvia Kummer lädt mit „atlas. axis. eine subtile kommunikation“ zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem Thema Kommunikation ein.

Zwei Skulpturen der bildenden Künstlerin Sylvia Kummer – großformatige Darstellungen der menschlichen Halswirbel Atlas und Axis – laden von Donnerstag, 27. April bis Sonntag, 7. Mai 2017 an zwei Orten der Wiener Innenstadt, auf der Freyung und am Graben, zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem Thema Kommunikation ein.

Die Installation „atlas. axis. eine subtile kommunikation“ ist bis Sonntag, 7. Mai 2017 auf der Freyung und am Graben zu sehen und tritt danach eine Reise durch Wien an. Weitere Stationen: noch im Mai besetzen die Skulpturen den Piaristenplatz und den Jodok-Fink-Platz in 1080 Wien, im Juni sind sie im Kreuzungsbereich Mariahilferstraße / Neubaugasse, 1060/1070 Wien, zu sehen, danach am Platz der Menschenrechte, ebenfalls in 1070 Wien.

Informationen zu den einzelnen Stationen entnehmen Sie bitte der Programmvorschau:
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Metapher für Fragilität der Kommunikation

Die zwei übergroßen Skulpturen der menschlichen Halswirbel Atlas und Axis, prominent platziert im öffentlichen Raum, versinnbildlichen die Bedeutung zweier kleiner Teile für das große Ganze. Erst die subtile Kommunikation, die die beiden völlig unterschiedlich aufgebauten Wirbel miteinander führen, ermöglicht ein Funktionieren des menschlichen Organismus. Eine kleine Verrückung oder Störung reicht aus, um den Organismus zu schwächen oder zusammenbrechen zu lassen.

„Das Zusammenwirken der beiden Halswirbel ist Metapher für die Fragilität lebensnotwendiger Kommunikation. Die Verbindung Atlas-Axis hat enorme Symbolkraft für ein gemeinsames Miteinander und für die Notwendigkeit, Unterschiede anzunehmen und als Bereicherung zu empfinden“, so die Künstlerin Sylvia Kummer.

Atlas und Axis berühren

Die Skulpturen regen zur optischen und haptischen Erforschung an: Aus nächster Nähe und aus unterschiedlichen Perspektiven können Besucher_innen und Passant_innen die Wirbelkörper Atlas und Axis betrachten und berühren. Wie gehen wir damit um, wenn die verwundbarste Stelle unseres Seins im öffentlichen Raum offengelegt wird? Eine der vielen Fragen, die Sylvia Kummer mit ihrem interaktiven Kunstprojekt aufwirft: „Die Wirbelkörper symbolisieren für mich das Innerste jedes Einzelnen und sollen Impulse für die Auseinandersetzung mit unserem eigenen Körper und unserer Gesellschaft geben. Wie gehen wir miteinander um? Wie wichtig sind die Dinge, die wir zwar nicht sehen, die aber unser Leben bestimmen? Erkennen wir den Wert, den Vielfalt für unser Leben hat?“, so Sylvia Kummer.

Wer auf die großen weißen Skulpturen von Atlas und Axis im ersten Bezirk trifft, gelangt mittels QRCode zu Web-Informationen über das Projekt und ist eingeladen, dessen Bedeutungsvielfalt zu reflektieren und eigene Eindrücke festzuhalten.