6. Leerstandskonferenz: Leerstand und Landwirtschaft

Die 6. Leerstandskonferenz findet von 12. bis 13. Oktober 2017 in Innervillgraten, Osttirol statt und diskutiert den Leerstand und die Ausdünnung von Orts- und Stadtzentren.

Leerstand ab Hof!
Strategien für einen Umbau in der Landwirtschaft

6. Leerstandskonferenz
Donnerstag, 12. und Freitag, 13. Oktober 2017
Innervillgraten, Osttirol

Anmeldung
2-Tage Normalpreis inkl. Verpflegung (exkl. Unterkunft) 180 EUR zzgl. 20% MwSt.
2-Tage Studierende inkl. Verpflegung (exkl. Unterkunft) 50 EUR zzgl. 20% MwSt.

Kostenfreier Transfer
Vom ÖBB Bahnhof Sillian wird ein kostenfreier Transfer zum Veranstaltungsort angeboten.

Tagungsstipendien
An Studierende, die sich mit den Themen Leerstand, ländlicher Raum und/oder Strukturwandel in der Landwirtschaft auseinandersetzen, werden auch in diesem Jahr sieben Tagungsstipendien vergeben: kostenfreie Konferenzteilnahme.

www.leerstandskonferenz.at

Bereits zum sechsten Mal organisiert und leitet das Architekturbüro nonconfom die Leerstandskonferenz. Die Veranstaltungsreihe setzt sich in Vorträgen und unterschiedlichen Diskussionsformaten mit erfolgreichen Strategien gegen Leerstand und Ausdünnung von Orts- und Stadtzentren auseinander.

Die 6. Leerstandskonferenz im Oktober 2017 widmet sich einer bedeutenden Thematik im ländlichen Raum: „Leerstand und Landwirtschaft“. Als Konferenzort wurde die Bergdorfgemeinde Innervillgraten in Osttirol ausgewählt, die neue Strategien gegen das Höfesterben entwickelt und bereits auf einige Vorzeigeprojekte verweisen kann.

Leerstand ab Hof! Strategien für einen Umbau in der Landwirtschaft

Während urbane Räume mit einem ständigen Wachstums-Boom konfrontiert sind, sieht sich der ländlich geprägte Raum vor eine ganz andere Herausforderung gestellt. Ländliche Regionen jenseits der Metropolen sind von Abwanderung betroffen. Es ist vor allem die junge Bevölkerung – insbesondere junge Frauen –, die es aufgrund von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zumeist in ein städtischeres Umfeld zieht. Zurück bleibt die ältere Generation und mit ihr die Ungewissheit über die Zukunft am Land.

Viele landwirtschaftliche Betriebe sehen sich seit Jahren zum Wachsen gezwungen. Finanzieller Aufwand und steigender Arbeitsdruck führten dazu, dass mehr als die Hälfte aller Höfe in Österreich keine Vollerwerbsbetriebe mehr sind. Zieht die junge Bevölkerung weg, ist die Nachfolge am Hof meist ungewiss. Die Eigentümer sind mit der Zukunftsplanung für den eigenen Hof überfordert. Welche Optionen gibt es: Abbruch? Sanierung? Nachfolgesuche außerhalbe der Familie? Dem Verfall überlassen? Oder gibt es vernünftige alternative Nutzungen für aufgelassene Höfe und landwirtschaftliche Nutzbauten? Mit dem Abriss eines alten Bauernhauses geht nicht nur ein historischer Bautyp, sondern auch eine Ressource der Kulturlandschaft verloren.

Diesem Thema widmet sich die diesjährige Leerstandskonferenz, die bereits zum sechsten Mal vom Architekturbüro nonconform veranstaltet wird. Gemeinsam mit dem Lienzer Raum- und Regionalplaner Thomas Kranebitter hat das nonconform Team ein abwechslungs­reiches Programm an einem beispielgebenden Ort zusammengestellt. Nach Stationen in Oberösterreich, Steiermark, Niederösterreich und Kärnten ist die Leerstandskonferenz diesmal in Osttirol zu Gast. Die Gemeinde Innervillgraten ist von Landwirtschaft geprägt, ihre hochalpine Natur- und Kulturlandschaft zieht Jahr für Jahr auch zahlreiche Gäste ins Villgratental.

Details, Konferenzprogramm und -gäste finden Sie in der Medieninformation sowie unter folgenden Links: www.leerstandskonferenz.at und www.facebook.com/leerstandskonferenz.